Arbeitgeber würden mehr Geflüchtete einstellen

Jobcenter-Chef Riecke berichtet im Ausschuss

Die Konjunktur im Märkischen Kreis brummt nach wie vor. Das macht sich auch im Jobcenter MK bemerkbar. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis
Die Konjunktur im Märkischen Kreis brummt nach wie vor. Das macht sich auch im Jobcenter MK bemerkbar. Foto: Raffi Derian/Märkischer Kreis

Pressemeldung vom 21.03.2018
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Erfreuliche Zahlen vom Jobcenter MK hatte deren Geschäftsführer Volker Riecke mit in die jüngste Sitzung des Ausschusses für Gesundheit und Soziales gebracht. „Wir profitieren nach wie vor von der guten konjunkturellen Entwicklung. Der sonst übliche jahreszeitliche Anstieg der Arbeitslosigkeit ist weitestgehend ausgeblieben.“ Allerdings: Bei den unter 25-Jährigen gab es eine leichte Zunahme von 1,6 Prozent. Dies sei dem Zugang durch Geflüchtete geschuldet. „Ohne diesen Zugang hätten wir den niedrigsten Stand seit 2005“, so Volker Riecke. Die Anzahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten lag im Februar bei 22.873 Personen, sie leben in 16.945 sogenannten Bedarfsgemeinschaften.


Als „ausgesprochen positiv“ bezeichnete der Jobcenter-Geschäftsführer die Entwicklung bei der Integration von Geflüchteten. „Die Firmen würden noch mehr einstellen, wenn die Sprachkenntnisse besser wären.“ Dies sei auch der Grund, warum es schwer ist, Flüchtlinge in eine Ausbildung zu vermitteln. Deutlich übertroffen habe das Jobcenter MK seine Ziele bei der Integrationsquote. „Wir hatten uns zehn Prozent vorgenommen, erreicht haben wir sogar 17,9 Prozent“, berichtete Volker Riecke im Ausschuss.


88 Prozent der gut 3.000 aktenkundigen geflüchteten erwerbsfähigen Leistungsempfänger haben keine abgeschlossene Berufsausbildung. Nur sieben Prozent eine akademische Ausbildung. Sehr erfreulich sei, dass immerhin 52 Prozent von ihnen zumindest Grundkenntnisse der deutschen Sprache haben. Rund 950 Personen absolvieren derzeit einen Sprachkurs, 276 nehmen an Maßnahmen des Jobcenters teil. „Es gibt genug Sprachkurse. Die Träger könnten das Angebot sogar noch ausweiten. Was fehlt, sind die Lehrer“, so Volker Riecke.

Zuletzt aktualisiert am: 21.03.2018